St.Pauli VII vs Wedel 4 : 4, Aufstieg endgültig vorbei
Am vergangenen Dienstag, dem 02.06., haben wir mit der ersten Mannschaft unentschieden bei St.Pauli´s siebter gespielt. Da Diagonale gegen Blankenese III zwei Tage später 4,5 : 3,5 gewonnen hat liegen wir jetzt als zweiter vor der letzten Runde 3 Punkte hinter Diagonale. Damit können wir leider dieses Jahr nicht mehr aufsteigen. Nächstes Jahr greifen wir neu an!
Im Einzelnen: Wie immer war es sehr schön bei St.Pauli. Ein sehr schöner Spielort direkt im Millerntorstadion, inklusive Kneipe zwei Türen weiter für das Bier nach dem Spiel. Und natürlich sehr nette Leute dort.
Der Mannschaftskampf selbst stand unter der Voraussetzung, dass wir gewinnen müssen um uns noch Aufstiegschancen zu erhalten. Hat nicht geklappt, wie schon erzählt. Es begann damit, dass Gerd Reinicke am achten Brett gegen Karim Malhas schon in der Eröffnung eine Figur einstellte. Er kämpfte noch bis ins Endspiel, aber sein Gegner gab ihm keine Möglichkeit mehr den Fauxpas auszugleichen. Am siebten Brett verlor Torsten Hinze gegen Hormoz Fachri - wie habe ich nicht gesehen. Jürgen Nikodem machte am fünften Brett Remis gegen Frank Wiekhorst in etwas vorteilhafterer Stellung, aber ohne das ein Gewinnweg unmittelbar ersichtlich war. Alleine Shah Hotaki brachte uns - nachdem er seine übliche 3/4 Stunde zu spät kam - mit einem schnellen Sieg gegen Jürgen Olschok wieder ins Spiel.
Danach stand es 1,5 zu 2,5 und die ersten vier Bretter waren noch offen. Mir selbst, Norbert Reimann, war es dann vergönnt mit einem Sieg am vierten Brett gegen Thilo Horstmann den Ausgleich zu erzielen. Ein Sizilianer mit Dxd4. Ich habe das in der Eröffnung zu passiv gespielt. Es ergab sich eine lange Zeit ausgeglichene Partie. Hochklassik war das Ganze nicht. Im 33´ten Zug verpasste ich die Chance auf Figurengewinn, weil Thilo einen Bauernabtausch spielte, den ich mir schon lange wünschte und dann auch unmittelbar durchführte - und dann war die Chance weg. Im 46´zigsten Zug konnte ich mit der Dame eindringen, dann entscheidend, wenn Weiß kein ewiges Schach erreichen kann. Er hätte das Remis erreichen können, spielte es allerdings auf Grund großer Zeitnot nicht sauber und verpasste die Chance. Also Horstmann Reimann 0:1 und Ausgleich im Mannschaftskampf. Hier die Partie:
Als nächtes machte Milan Adamovic am dritten Brett gegen Jan Dawidzinski Remis. Ehrlich gesagt kann ich mich an die Partie kaum erinnern. Es blieben die Partien von Victor Lamzin gegen Stephan Denker an Brett eins und von Christian Neller gegen Frank Knauer am zweiten Brett.
Victor hatte sich mit Weiß strategisch eine sehr gute Stellung erarbeitet und hatte erheblichen Vorteil mit Mehrbauern - dann aber stellte er eine Figur ein und verlor. Hier ist die Partie, wirklich sehr gut gespielt inklusive positionellem Bauernopfer:
Es blieb die Partie von Christian. Dort sah es sehr nach Remis aus. Christian hatte mit Schwarz Turm und Läufer gegen die Dame, aber auch einen Freibauern auf a2. Schon diese Stellung war sehr schwer zu gewinnen. Aber dann stellte Christian auch noch den Turm ein - die Stellung war immer noch Remis oder zumindest extrem schwer für Weiß zu gewinnen. Aber Frank Knauer überschritt dann die Zeit und wir holten trotz des schlechten Verlaufs des Mannschaftskampfes noch einen Punkt.
Gereicht hat es allerdings nicht, weil Diagonale, wie schon berichtet, zwei Tage später gegen Blankenese III gewann und dadurch vor der letzten Runde mit drei Punkten führt. An dieser Stelle Gratulation an Diagonale zum Aufstieg in die Stadtliga!
Aber hier noch die Partie von Christian:
Insgesamt war es wieder mal ein Mannschaftskampf in dieser Saison, der durch Zeit entschieden wurde. Meine Partie wurde z.B. entscheidend dadurch beeinflusst, dass mein Gegner zum Schluss keine Zeit mehr hatte. Die Partie von Christian wurde sowieso durch Zeit entschieden und auch bei Victor vermute ich (ohne es genau zu wissen) Zeitnot bei seinem Fehler.
Ich finde das ärgerlich. Mir ist es lieber wenn die Partien tatsächlich durch die Figurenstellung entschieden werden. Zurück zu führen ist dieser Umstand natürlich auf die neue Bedenkzeit mit 1,5 Std für vierzig Züge zzgl nur 1/4 Stunde für den Rest, beides aber mit Inkrement. Die 1/4 Stunde für den Rest ist meiner Meinung nach zu kurz, auch wenn ich selbst nie Probleme damit habe. Es werden aktuell aber sehr viele Partien durch Zeit entschieden. Milan sagte dazu allerdings richtiger Weise damit müssen alle zurecht kommen.
Für die erste Mannschaft geht es jetzt darum, die zweite Mannschaft in derem Kampf gegen den Abstieg zu unterstützen. Im letzten Mannschaftskampf gegen Fischbek III am 16.´ten Juni kann schonmal verhindert werden, dass dieser direkte Abstiegskonkurrent Punkte sammelt. Und die zweite Mannschaft muss dann selbst aus den letzten beiden Spielen bei Schwarz Weiß Harburg und zuhause gegen unseren letzten Gegner St,Pauli VII noch einen oder zwei Punkte sammeln, dann klappt es auch mit dem Klassenerhalt.
Bei der ersten Mannschaft bin ich mir sicher, dass wir in der nächsten Saison mit einer noch besseren ersten Mannschaft auch wieder um den Aufstieg mitspielen und vielleicht dann auch tatsächlich den Sprung in die Stadtliga schaffen.