Wedel III erobert Tabellenspitze der Kreisklasse B
Liegt ein Fluch über Schnelsen oder warum fehlt immer ein Spieler, wenn wir gegen Königsspringer antreten? Vor ein, zwei Jahren verwechselte einer unser Mitspieler die Spielorte und fuhr nach Harburg statt nach Schnelsen. In diesem Jah gab es Parkplatzprobleme, die uns nur zu siebt auflaufen ließen. Nach einer Stunde erfolgloser Parkplatzsuche gab unser Spieler entnervt auf. Na ja, irgendetwas ist ja immer und an Flüche und Mythen glaube ich eh nicht. Kein Mythos ist, dass zwei Partien beendet waren, bevor die Karenzzeit uns einen kamplosen Verlust einbrachte. Mischa hatte sehr früh eine Figur gewonnen, was seinen Gegner verständlicherweise zur Aufgabe bewegte. Leider verlor Klimenti ebenfalls sehr früh, so dass wir mit 1:2 hinten lagen.
An den anderen Brettern sah es überwiegend gut aus. Meine Wenigkeit hatte Ausgangs der Eröffnung zwar einen Bauern verloren, aber John hatte ein, zwei Bauern gewonnen, Gerd und Friedhelm standen super und Sarmad schickte sich an eine Qualität zu gewinnen. Schauen wir uns die entscheidenden Partien mal der Reihe nach an. Ich meine es war Gerd, der zuerst den vollen Punkt einheimste. Nach nur 14. Zügen hatte sein Gegner genug gesehen.
John brachte uns dann in Führung. Zwei Bauern eingeheimst und souverän nach Hause gebracht:
Sarmads Eröffnung wirkte etwas “shaky”, aber nach dem Qualitätsgewinn brachte auch er die Partie sehr sauber nach Hause. Mit nunmehr vier Siegen aus vier Partien ist Sarmad unser Top-Scorer.
Friedhelm brachte seine Partie leider nicht nach Hause, sondern verdarb sein Gewinnstellung, indem er seine Dame einstellte. Sehr schade für ihn und zugegebener Maßen auch wenig hilfreich für uns.
Beim Stand von 4:3 für uns hing der Ausgang des Matches am Ergebnis an Brett eins. Nach suboptimaler Eröffnungsbehandlung ging ich eines Bauern verlustig. Mein Gegner wählte allerdings nur den zweitbesten Weg den Bauern einzukassieren und so konnte ich die Partie in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger überführen. Wir landeten in einem Turmendspiel mit vier gegen drei Bauern auf einem Flügel. Eine gern zitierte Schachweisheit lautet „Turmendspiele sind immer remis“, aber erstens stimmt das so nicht und zweitens stellen auch theoretische Remisstellungen, wie die auf dem Brett, den Verteidiger immer noch vor praktische Umsetzungsprobleme. Gut, dass ich am Training von Jürgen Nikodem über Turmendspiele teilgenommen habe und die Partie letztlich halten konnte.
Tabellarisch zusammengefasst liest sich das Ergebnis so:
| Königsspringer 7 | 3,5-4,5 | Wedel III |
|---|---|---|
| Göttsche | 0,5-0,5 | Toepfer |
| Schönfisch | 0-1 | Habilov |
| Bierwald | 0-1 | Lüchau |
| Knocke | +- | Jarke |
| Schulz | 0-1 | Reinecke |
| Schmidt | 0-1 | Asir |
| Hünecke | 1-0 | Michalke |
| Jacobs | 1-0 | Pfeifer |
Mit dem Sieg gegen Königsspringer VII haben wir die Tabellenspitze der Kreisklasse B erklommen (siehe: https://www.hamburger-schachverband.de/hmmprog/Ergebnismeldung/hmmkreuztabelle.php?runde=5&klasse=cb&j=2026 )
Ein weiterer Sieg aus den verbleibenden zwei Matches dürfte uns den ersten Platz und damit den Aufstieg in die Kreisliga bescheren. Bereits am 21.04. steht das nächste Spiel an. Diesmal zu Hause im „mittendrin“ gegen Blankenese V. Danach wissen wir mehr.